Die DRK-Vorstandsvorsitzende Heike Fischer erläutert die Hintergründe: „Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen und dem Entschluss ging ein langer Prozess des Beobachtens, des sorgfältigen Abwägens und des Suchens nach Lösungen voraus. Unserer Entscheidung liegen mehrere Faktoren zu Grunde: Zuletzt haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die neue EU-Abfallrichtline für die caritative Sammlung von Alttextilien zum 01. Januar 2025 noch einmal grundlegend verschärft. Diese strengeren Vorgaben für die getrennte Sammlung von Alttextilien haben zu einer Veränderung der Entsorgungswege geführt. Allerdings war bereits vor der gesetzlichen Änderung über längere Zeit eine immer weiter sinkende Qualität und damit auch eine sinkende Wiederverwendbarkeit der Altkleiderspenden durch die Zunahme von Fast Fashion-Produkten zu beobachten. Eine nachhaltige Weiterverarbeitung und damit die Generierung freier Mittel für caritative Zwecke ist damit kaum mehr möglich.“
Es kommt am Altkleidermarkt zu immer weiter steigenden Kosten unter anderem für Transport, Sortierung und die fachgerechte Entsorgung der nicht mehr verwertbaren Kleidungsstücke. Außerdem nimmt die Vermüllung an den Containerstandorten zu, was wiederum zu einem hohen administrativen und organisatorischen Aufwand und damit zu erhöhten Personal- und Entsorgungskosten führt.
DRK-Vorstandsvorsitzende Heike Fischer zieht rückblickend trotzdem eine gute Bilanz: „Wir möchten uns bei allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich bedanken, die über viele Jahre unsere Arbeit unterstützt und durch diese Zusammenarbeit viele soziale Projekte möglich gemacht haben.
Wir werden auch weiterhin unseren DRK-KleiderLaden im Rötweg betreiben und nehmen dort auch zukünftig (zu den Annahmezeiten) gut erhaltene Kleidung in kleinen Mengen an.“
Die Bürger können wiederverwendungsfähige Textilien außerdem über den kommunalen Wertstoffhof entsorgen bzw. die Straßencontainer des Landkreises nutzen.
Der Wunsch unseres KleiderLaden-Teams bleibt es, weiterhin tragbare und wertige Kleidung zu bekommen, um diese an Bedürftige und Interessierte weitergeben zu können. So möchten wir einen Beitrag zur sozialen Unterstützung leisten und die Mode von gestern für die Welt von morgen an den Mann, die Frau oder das Kind bringen.
